Anwendung der SEVA Ayurveda Öle
Ölmassagen (Abhyanga) mit Ayurveda Ölen und ihre Wirkung
Im eigentlichen Sinn des Wortes heißt Abhyanga „einsalben“ oder „liebende Hände“. Ursprünglich ging es beim Abhyanga nicht um therapeutische Massagegriffe, sondern nur um das Auftragen und Einreiben von ayurvedischem Öl. Bei dem Abhyanga übernimmt das Ayurveda Öl die wichtigste Arbeit und nicht der Therapeut. Aus dieser einfachen Einölung entwickelte sich später eine spezielle Massagetechnik, die heute als Abhyanga bekannt ist.
Snehana - Die äußere Öltherapie
Die Öltherapie ist wohl die bekannteste Therapieform der ayurvedischen Medizin geworden.
Dem Ayurveda Öl werden generell vier wichtige Wirkungen zugeschrieben:
* Das Massageöl reduziert das Vata-Dosha und stoppt somit den Abbau des Körpers.
* Es ist Träger von medizinischen Substanzen.
* Es hilft bei der Eliminierung von Schlackenstoffen.
* Es verhilft zu Wohlgefühl und tiefer Entspannung.
Daher wird der Öltherapie geradezu magische und verjüngende Wirkung nachgesagt. Und dies hat auch seinen Grund und seine Berechtigung.
1. Das Ayurveda Öl hat eine Vata-reduzierende und verjüngende Wirkung
Nun müssen wir uns zum besseren Verständnis noch einmal alle Faktoren ins Gedächtnis rufen, die für Vata stehen. Die Gunas - die Eigenschaften von Vata - sind trocken, rauh, kalt, leicht, schnell und subtil. Von den Funktionen des Körpers her steht Vata für Bewegung und Katabolismus, also Abbau. Die Altersphase des Lebens wird dem Vata zugeschrieben. Demnach nimmt im ALter das Vata-Dosha ständig zu. Dies bedeutet, dass bei einem Anschwellen oder bei einer Störung des Vata-Doshas der Körper an Substanz und somit auch an Stabilität verliert.
Worauf beruht nun diese vatareduzierende Wirkung des ayurvedischen Öles? Öl hat die Eigenschaften von Kapha: schwer, ölig/feucht, träge/langsam, schleimig und zäh. Für den Körper und den Organismus steht Kapha für Stabilität und Anabolismus - also Aufbau.
Die Eigenschaften von Kapha sind denen von Vata total entgegengesetzt. Deshalb hat die Behandlung mit Ayurveda Öl eine ausgleichende und harmonisierende Wirkung bei Vatastörungen und vatabedingten Alterserscheinungen.
2. Das Ayurveda Öl als Träger von medizinischen Substanzen
Die alten Weisen des Ayurveda haben schon sehr früh erkannt, dass die menschliche Haut in der Lage ist, Substanzen aufzunehmen und zu verarbeiten. Grund hierfür ist das Brajaka-Pitta, das Verdauungsfeuer der Haut. Es ist einerseits für die Wärmeregulierung des Körpers durch Schwitzen verantwortlich, andererseits für die Absorptionsfähigkeit der Haut - Stoffe und Substanzen aufzunehmen und in den Körper zu leiten.
Es gilt auch zu bedenken, dass viele medizinische Substanzen eine giftige Wirkung haben, wenn man sie über den Mund und Magen zu sich nimmt. Es hat große Vorteile, die medizinischen Wirkstoffe über die Haut in das Gewebe zu „transportieren“.
Hier kommt jetzt das Ayurveda Öl als Transportmittel der Wirkstoffe zur Anwendung. Es gibt in der ayurvedischen Medizin ein weites Spektrum von Ölanwendungen, wie etwa Ölmassagen (abhyanga), Ölgüsse (shirodhara), Ölwickel (kizhi) und Öleinläufe (vasti).
Bei der Massage mit Ayurveda Öl werden dem Körper über die Haut Antioxydantien zugeführt. Dies gilt besonders für die Massage mit Sesamöl, da dieses Öl ein großes Potential von Antioxydantien besitzt. Dies kommt dem Abwehrsystem des Körpers bei der Heilung und als Schutz zugute.
Da sich beim Kochen der Anteil an Antioxydantien erhöht, ist es wichtig, Massageöle zu verwenden, die über einen langen Zeitraum gekocht wurden. Beim Kochen verändert sich auch die Molekularstruktur des Öls, so dass es von Haut und Gewebe besser aufgenommen werden kann.
3. Das Ayurveda Öl dient zur Ausleitung von Ablagerungen und „Schlacken“ aus den Geweben
Es ist u.a. die Aufgabe des Fettgewebes, Schadstoffe und Stoffwechselschlacken zu speichern, wenn der Körper nicht in der Lage ist, sie ausreichend auszuscheiden. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über die Niere, den Stuhlgang und über die Haut. In jedem Fall benötigt der Körper zur Ausscheidung viel Wasser, was eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr voraussetzt.
Öl ist fett und hat daher die gleiche Tendenz wie das Fettgewebe, Ablagerungen und Toxine zu speichern. Wenn das Öl nun durch die jeweilige Ölbehandlung über die Haut in den Körper und somit in die Gewebe (dhatus) gelangt ist, so gibt es zuerst die medizinischen Wirkstoffe ab, die es transportiert hat. Danach nimmt es die im Gewebe angesammelten Ablagerungen, Schlacken und fettlöslichen Toxine auf. Wir können es uns wie einen Schwamm vorstellen, der sich mit Schadstoffen vollsaugt und diese zu den Hohlorganen, also dem Magen-Darm-Trakt, abtransportiert.
Auf diese Weise werden nicht nur Schadstoffe und Ablagerungen aus den Geweben abtransportiert, sondern auch angeschwollene oder gestörte Doshas. Das Massageöl bringt sie in die Hohlorgane, die sie aus dem Körper eliminieren. Die Panchakarma Therapie, das ayurvedische Ausleitungsverfahren, übernimmt diesen Prozess.
4. Das Ayurveda Öl als Verwöhnfaktor
Ein weiterer wichtiger Faktor der Ölanwendungen ist die Vermittlung von Wohlgefühl. Wohlgefühl verbindet in unvergleichlicher Form Körper, Geist und die Seele, unser wirkliches Ich. Immer wenn es uns besonders gut geht, wenn wir uns geliebt und geborgen fühlen oder wenn wir Zärtlichkeit und Zuwendung erfahren, sind wir unserem wahren Selbst sehr nahe. Mit Zärtlichkeit ist nicht die sexuelle Ebene gemeint, obwohl sie auch viel zu unserem Wohlgefühl beitragen kann. Es ist die Zärtlichkeit des Herzens, die Nähe und Geborgenheit, die uns ein zärtlicher Hautkontakt vermitteln kann. Wenn der Patient ruhig auf dem Massagetisch liegt und das warme Ayurveda Öl mit sanften Massagestrichen oder –zügen auf die Haut gestrichen wird, so fällt es ihm leicht, zu entspannen und den Stress fallen zu lassen. Zudem bietet die ayurvedische Ölmassage einen nicht zu unterschätzenden Beitrag, das Zärtlichkeitsdefizit auszugleichen. Snehana bedeutet in der Sanskrit-Sprache „Zuneigung“!
Allgemeine Ayurveda Ölkunde
Inzwischen wissen Sie, dass in der ayurvedischen Medizin alle Menschen je nach ihrer Natur oder Konstitution individuell betrachtet und behandelt werden. Deshalb versteht es sich von selbst, dass je nach Konstitution des Patienten auch verschiedene ayurvedische Öle verwendet werden.
Generell unterscheidet man in der ayurvedischen Medizin zwischen zwei verschiedenen Öltypen: erhitzenden, aktivierenden Ölen und kühlenden, nährenden Ölen.
a) Erhitzende und aktivierende Öle
Erhitzende Öle wirken in erster Linie Vata reduzierend. Sie haben aber auch eine aktivierende Wirkung, da sie die Durchblutung anregen. Sie helfen einerseits die kühle Eigenschaft des Vata-Doshas zu reduzieren, andererseits gleichen sie die trockene, rauhe und auszehrende Natur des Vata-Doshas vorzüglich aus. Von den erhitzenden Ölen wird besonders das Sesamöl geschätzt, da es die am stärksten Vata reduzierende Wirkung hat.
b) Kühlende und nährende Öle
Diese Öle werden immer dann eingesetzt, wenn eine regenerierende und aufbauende Wirkung gewünscht wird. Nach schweren Krankheiten oder nach Operationen werden nährende Öle verwendet. Zum Abschluß einer Panchakarma Therapie wird immer eine Phase mit nährenden Ölen verordnet.
Bei vatabedingten Auszehrungen hat sich die Mischung von Sesamöl und Rizinusöl bewährt.
Individuelle Ölanwendungen
Kapha Personen werden mit speziellen Massageölen auf Sesamölbasis, die Kapha reduzierende Kräuter enthalten, behandelt. Sesamöl hat eine erhitzende Wirkung und ist daher das einzige ayurvedische Öl, das für Kapha Konstitutionen geeignet ist. In Indien kommt auch Senfsamenöl zur Anwendung.
Würden Kapha Personen mit normalem Öl behandelt, würde dies ihre Natur noch träger, langsamer und behäbiger machen und ihren Körper noch massiver werden lassen, da Kapha den Aufbau des Körpers unterstützt.
Im Falle einer starken Kaphastörung verzichtet man meistens auf jegliche Ölanwendung. In diesem Fall wird mit Kräuterpulver massiert oder es eine Garshanmassage, eine Massage mit speziellen Seidenhandschuhen, gegeben.
Pitta Personen werden mit Kokosöl behandelt. Da Pitta-Dosha als einzige Bioenergie das Feuerelement enthält, haben Menschen mit einer Pitta-Natur meistens mit Problemen zu tun, in denen sich ein zuviel an „Feuer“ zeigt, wie etwa Entzündungen. So muß ihre Therapie zur Abkühlung führen. Deshalb wird hier ein kühlendes Öl verwendet. (SEVA Pitta Öl / Eladi Keram)
Kokosöl hat eine stark kühlende, Pitta reduzierende Wirkung. Bei einer starken Pittastörung wird auch Ghee verwendet. Ghee ist die indische Bezeichnung für geklärtes Butterfett. Dies ist das Mittel der ersten Wahl, um Pitta zu reduzieren, da es eine extrem kühlende Wirkung zeigt.
Vata Personen werden mit Sesamöl behandelt. Sesamöl hat die beste Vata reduzierende Wirkung. Öl allgemein hat durch seine Kapha Eigenschaften einen guten Effekt bei der Reduzierung von Vatastörungen. Durch seine erhitzende Wirkung bringt es alle Voraussetzungen für eine Vata-Therapie. Gehen die Vatastörungen mit Auszehrungen und Abmagerung einher, so ist eine Mischung von Sesam- und Rizinusöl empfehlenswert.
Therapeutische Öle
Bei den Therapeuten Ölen handelt es sich um Öle, die mit medizinischen Wirkstoffen verstärkt sind. Meist sind dies Pflanzenwirkstoffe. Hier kommen zu der natürlichen Wirkung des Öls noch die für die Therapie gewünschten Wirkstoffe hinzu. Natürlich wird für ein Therapeuten Öl als Basis immer ein Öl genommen, das zur Konstitution des zu behandelnden Patienten passt. So finden wir bei einem Vataöl als Grundlage ein Sesamöl, das mit den Wirkstoffen von vatareduzierenden Pflanzen aufbereitet ist. Der Name des Öls sagt aus, welches Dhosha reduziert wird. Vataöl reduziert das Vata Dosha, Pittaöl reduziert das Pitta Dhosha und ein Kaphaöl reduziert das Kapha Dosha.
Wichtig für den Erfolg einer Ölanwendung ist jedoch auch die richtige Temperatur des ayurvedischen Öls. Für ein normales Abhyanga, eine Ganzkörpermassage, sollte das Öl ca. 39 - 40 Grad warm sein. Es fühlt sich angenehm warm auf der Handfläche an. Das Öl darf niemals direkt auf die Haut gegossen werden.
Der Therapeut gießt sich das Öl immer zuerst auf seine Hand, bevor er es auf den Körper des Patienten gibt. Dadurch wird vermieden, dass zu heißes Öl auf den Körper kommt. Dies ist besonders wichtig, wenn der „Nachschub“ an Öl direkt aus dem erwärmten Wasserbad kommt. Außerdem läßt sich besser kontrollieren, wieviel Ayurveda Öl man auf den Körper gibt.
Richtige Lagerung von Ayurveda Ölen
Ayurveda Öle sind in getönten Flaschen dunkel und kühl in einem Raum oder Schrank aufzubewahren. Bei fachgerechter Lagerung haben sie eine Haltbarkeit von ca. 36 Monaten. Im Idealfall sollte das Öl innerhalb eines Jahres verbraucht werden und jeweils nach der neuen Ernte ein neues Öl verwendet werden, um die optimale Wirkung der Inhaltsstoffe zu gewährleisten.
Therapeutische Wirkung der Ölmassagen
Neben der Wirkung, die das Ayurveda Öl für die Heilung bringt, gibt es noch weitere Effekte, die mit der Massagetechnik zusammenhängen.
Die Richtung der Massagezüge spielt eine wichtige Rolle. Um Pitta, aber auch speziell Vata zu harmonisieren, massiert man in Richtung Peripherie, also nach außen. Dies wird Anuloma genannt. Zur Anregung der körperlichen Funktionen, speziell bei der Massage von Kapha, wird von der Peripherie in Richtung Herz massiert. Dies wird Pratiloma genannt. Die Massage sollte immer mit Anuloma begonnen und beendet werden!
Durch die Ölmassage werden die Haut und die Gewebe besser durchblutet, was den verjüngenden Effekt des Öles noch unterstützt. Regelmässige Ölanwendungen lassen die Haut jünger und straffer werden und stärken alle Gewebe im Körper. Die Organfunktionen werden angeregt und der Körper vor überschießenden Reaktionen geschützt (Hormone, Kreislauf etc.). Auch das Immunsystem wird gestärkt und die Sinne werden belebt.
Öl leistet also bei Vatastörungen und als Ausgleich von vatabedingten Alterserscheinungen gute Dienste und ist als Therapie zu empfehlen. Durch die Reduzierung von Vata können sich die Zellen regenerieren und Erschöpfung und Nervosität ausgeglichen werden.
Auch das Gefühlsleben wird positiv beeinflußt und harmonisiert. Dadurch können psychosomatische Erkrankungen positiv beeinflußt werden. Auch die Schlafqualität wird verbessert.
Gelenke und Knochen werden weicher und elastischer, was einer Versteifung des Körpers entgegenwirkt. Das beugt Knochenbrüchen vor und hilft diese zu heilen. Auch bei Muskelverspannungen, Krämpfen und Muskelschmerzen hat die Vata reduzierende Wirkung der Massage einen lindernden Effekt. Der Lymphfluß wird angeregt und aktiviert. Dadurch werden Ausscheidungsprozesse unterstützt und die allgemeine Reinigung des Körpers gefördert.
Gegen eine Ölmassage bzw. eine Ölanwendung spricht:
* Eine Ama-Belastung des Klienten
* Generelle Schwäche
* Kapha-Störungen wie Fettleibigkeit, Diabetes, Wasseransammlungen im Gewebe (Vorsicht Thrombosegefahr!)
Bei Fieber, Verdauungsbeschwerden, akuten Entzündungen sowie bei Schwangerschaft bis zum Ende des 6. Schwangerschaftsmonat und während der Regel sollte auf eine Ölbehandlung generell verzichtet werden.
TIPP: Wichtig für den Erfolg der Ölbehandlung
Verwenden Sie kein Sonnenblumenöl, kein Sesamöl aus dem Bioladen (diese sind nicht ayurvedisch aufbereitet) sondern nur Ayurveda Öl aus reinem schwarzen Sesam. Dies ist der einzige Sesam, der alle Dhatus (Hautschichten) durchdringt. Achten Sie auch bei Kokoköl auf eine gute Qualität.
Wenn Sie sich massieren lassen wollen, klären Sie davor ab, welche Öle verwendet werden oder nehmen Sie sich das Ayurveda Öl selbst zur Massage mit! Wir beraten Sie gerne. Achten Sie auch darauf, dass die Ayurveda Öle keine ätherischen Öle beinhalten. Dies ist ganz wichtig. Beachten Sie ebenfalls, dass ein BIO Sesamöl kein Kriterium dafür ist, dass es keine Schwermetalle enthält, die in den Körper gelangen können.
Die SEVA Ayurveda Öle entsprechen allen Kriterien und zeigen bei einer Ölanwendung die optimale Wirkung. Sie erhalten alle Produkte in unserem Online Shop.



