Dravyaguna Vignyan - Ayurvedische Pflanzenheilkunde in 2 Teilen

Dravyaguna vignyan bezeichnet das Wissen über die Qualitäten und Wirkungen ayurvedischer Heilmittel. Als dravyas gelten im weiteren Sinne nicht nur Heilkräuter, sondern auch Nahrungsmittel, Mineralien, tierische Produkte und Metalle - das Spektrum der Möglichkeiten ist enorm groß! Aus ayurvedischer Sicht kann alles, das existiert, sowohl heilen als auch krank machen. Den Studenten eröffnet sich hier ein neuer, extrem faszinierender Kosmos innerhalb der ayurvedischen Überlieferung.

In Teil 1 der Spezialausbildung macht Dr. Taware mit den Konzepten rasa (Geschmack), gune (Eigenschaften), virja (Energie), vipaka (Geschmack nach der Verdauung), prabhava (Spezialwirkung) und karma (Wirkung) vertraut und erklärt verschiedene Arten der Zubereitung von Ayurveda Arzneien.

Kursinhalte

  • Einführung in die Grundprinzipien der ayurvedischen  Pharmakologie und Pflanzenheilkunde
  • Definition und Bedeutung von dravya (Heilsubstanz)
  • Die sechs rasas (Geschmäcker) und ihre Beziehung zu den bhutas, ihre Wirkung auf die doshas, dhatus, agni und Geist
  • die gurvadi gunas (zehn Eigenschaftspaare)
  • virja (Potenz bzw. Energie), vipaka (Geschmack nach der Verdauung) und prabhava (nicht herzuleitende Spezialwirkung): Definition und therapeutische Relevanz
  • Wichtige karmas (Wirkungen) und ihre Bedeutung für Wahl der richtigen Medikation
  • Rezepturenlehre, Formen der Zubereitung, Anwendungsrichtlinien für Prävention und Therapie
  • Ausgewählte praktische Beispiele: Wichtige ayurvedische Heilpflanzen und Heilsubstanzen in ihrem ganzen Anwendungs- und Wirkspektrum

In Teil 2 sind die Studenten gefordert, das Erlernte intensiv zu üben und anzuwenden.Sie begreifen die praktische Relevanz der vorgestellten Konzepte und werden sicherer in der Nutzung dieser potenten „Werkzeuge“. Sämtliche wichtige Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin, wie z.B. Amalaki, Ashwagandha, Guduchi oder Shatavari und viele wichtige Kombinationspräparate werden detailliert besprochen. Die Studierenden lernen außerdem, fachkundig ayurvedische Rezepturen zu erstellen. Erfahrungswissen wird hier auf eine solide theoretische Basis gestellt und ermöglicht zielgerichtetes Handeln in der Ayurveda-Praxis.

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